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Läusebehandlung

Der Lebenszyklus einer Kopflaus verläuft in mehreren Stadien (Ei-Larve-Laus).

Die Eier haften in der Regel höchstens 1 cm von der Kopfhaut entfernt, sehr fest und wasserunlöslich an den Haaren.
Als Nisse bezeichnete man die Chitinhülle um das Ei. Schimmert sie perlmuttartig, dann ist sie leer. Ist die Nisse mit einem entwicklungsfähigem Ei gefüllt, zeigt sie eine gelbliche bis bräunliche Färbung. Aus den Eiern schlüpfen nach 6 – 8 Tagen die Larven, die nach weiteren 9 – 10 Tagen zur geschlechtsreifen Laus werden. Sobald die Laus vom Wirt (der Kopfhaut) getrennt wird, fehlen ihr die Blutmahlzeiten und sie kann nicht länger als 2 – 3 Tage überleben.
Die Läuse können nicht durch Waschen mit einem normalen Shampoo entfernt werden. Ein Befall mit Läusen hat daher nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Eine Übertragung erfolgt nur bei engem Kontakt von Haar zu Haar, oder über Gegenstände, die mit dem Haar in Berührung kommen und gemeinsam benutzt werden (Kämme, Bürsten, Schals, Mützen, Fahrradhelm usw.). Die Läuse können nicht springen und werden auch nicht von Haustieren übertragen.
Die optimale Behandlung eines Kopflausbefalls besteht in einer Kombination von chemischen oder physikalischen Wirkprinzipien mit sorgfältigem Auskämmen. Dazu werden die Haare zunächst mit einem Insektizid nach Packungsbeilage behandelt und dann mit Wasser und einer Pflegespülung angefeuchtet und mit einem Nissenkamm nass ausgekämmt.
Eine Wiederholungsbehandlung nach dem 9. – 10. Tag ist dringend empfohlen, da keines der angebotenen Mittel die Eier der Läuse zuverlässig abtötet und somit auch nach der Behandlung noch Larven schlüpfen können.
Die Haare von Kontaktpersonen sind täglich über 8 Tage mit einer Lupe zu durchsuchen.
Haarbürsten, Kämme und Haarschmuck sollten in dieser Zeit nicht gemeinsam genutzt werden; sie können in einer heißen Seifenlauge gereinigt werden. Bettwäsche, Kleidung, Mützen, Schaals, Kuscheltiere u.ä. sind bei 60°C zu waschen oder im Trockner 1 Std. bei mindestens 50°C zu entlausen. Alternativ können Gegenstände auch 3 Tage in einem fest verschlossenen Plastiksack oder 24 Std. in der Tiefkühltruhe bei -15°C gelagert werden. Hitzebeständige Gegenstände können auch im Backofen bei mindestens 50°C Umluft für 1 Std. entlaust werden.